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Kirche mit Kindern – ein Neubeginn

Die drei Gemeinden des verbundenen Pfarramtes Herzberg am Harz rücken weiter näher zusammen. Pünktlich zum Start des neuen Schuljahres findet wieder Kinderkirche in der Christuskirche in Herzberg statt. Damit verbunden ist eine Art Neubeginn, denn Herzberg, Lonau und Sieber haben jetzt eine gemeinsame Kinderkirche. Ein neues Team aus 6 Haupt- und Ehrenamtlichen freut sich darauf mit neuen und alten Gesichtern, zu singen, spielen, basteln, Geschichten zu hören und vielleicht sogar Ausflüge zu machen.

Der erste Termin fand bereits am 3.9. in der Zeit von 10 bis 12.15 Uhr statt. Begonnen wurde mit einem Singkreis zum Kennenlernen mit bekannten Liedern wie „Kommt alle her… Halli, hallo“ und „Gott hat alle Kinder lieb“. Im Mittelpunkt stand die Erzählung „Die Segnung der Kinder“ aus der Bibel. Im Nachspielen dieser Geschichte konnten die Kinder die Erfahrung machen, wie es sich anfühlt, willkommen und angenommen zu sein und was es bedeutet, gesegnet zu werden. Denn das in diesem Zusammenhang bekannte Jesus-Wort „ Lasset die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht, denn solchen gehört das Reich Gottes“ ist die Wertschätzung von Kindern im Christentum und damit wichtiger Bestandteil der Kinderkirche. Bei tollem Wetter ging es dann raus und es wurden zum Auspowern tolle Spiele mit einem Fangtuch gespielt. Dabei verging die Zeit wie im Fluge und nach einer kleinen Trinkpause wurden von den Kindern Segenssprüche künstlerisch gestaltet. Mit Singen des Schlussliedes „Gott, dein guter Segen“, sprechen einer Fürbitte, beten des Vaterunsers, sowie einem gemeinsamen Segen wurde dieser Vormittag abgeschlossen. Der nächste Termin, zu dem wir ganz herzlich einladen, ist der 5.11. – wir freuen uns auf euch.

Das Zusammenrücken im Bereich der Kinderkirche ist aber nicht das Einzige, was sich in Zukunft ändern wird. Derzeit befinden wir uns in einem kreativen Denkprozess, der im Rahmen der diesjährigen Familienfreizeit, die im Anne-Frank-Haus in Oldau/Hambühren stattfand, von den Organisatoren und Betreuern angestoßen wurde. Das große Ziel dieses Denk- und Zukunftsprozesses ist eine Art buntes Familienzentrum, in dem es viele verschiedene Angebote für die ganze Familie gibt. In einem ersten Schritt dahin, ist die Idee entstanden parallel zur Kinderkirche ein Eltern-Café ins Leben zu rufen, welches erstmals am 1. Oktober angeboten wurde. Dort besteht die Möglichkeit, bei einem Kaffee oder Tee, Kuchen oder Keksen, ins Gespräch zu kommen, einen Zuhörer zu haben oder einfach nur für eine gewisse Zeit die Seele baumeln zu lassen und dem Alltag etwas zu entfliehen. Dazu laden wir herzlich ein.

Ideen, Träume für Veränderungen, gibt es einige und wohin uns der Weg auch führen mag, die Zukunft steht uns offen, die Liebe und Kraft Gottes sind immer bei uns.

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Erntedankfest

Einladung zum Erntedankfest: Wunderschön ist die Kirche schon geschmückt. Am Sonntag, den 02. Oktober feiern wir um 9.30 Uhr Erntedankgottesdienst in der Christuskirche Herzberg. Wir freuen uns über mitgebrachte Lebensmittel am Samstag zum Schmücken oder am Sonntag zum Gottesdienst, die danach an die Tafel gespendet werden (am Besten auch Haltbares).

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Aktuelles Kinderkirche

Kinderkirche und Elternkaffee

Herzliche Einladung:
Bei der Familienfreizeit haben wir gemerkt, dass viele Eltern einfach mal Jemanden zum Reden brauchen, Jemanden, der zuhört und versteht. So treffen sich die Eltern, während die Kinder beschäftigt sind, damit in Ruhe Zeit und Raum für Gespräche da ist. Und natürlich mit einem guten Kaffee und dem ein oder anderen Stück Kuchen… Leib und Seele gehören ja bekanntlich zusammen!

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Berichte

Familienfreizeit 2022 in OLdau

„Raus aus dem Alltag – und gleich mittendrin in einer großen Gemeinschaft“
Familienfreizeit im Kirchenkreis Harzer Land führte in die Welt des kleinen Prinzen

„Raus aus dem Trott und rein in die Welt des kleinen Prinzen – und das in bunter Runde“ oder auch „Eine Auszeit vom Alltag – und gleich mittendrin in einer großen Gemeinschaft!“ – was für ein schönes Feedback für die Familienfreizeit im Kirchenkreis Harzer Land, die von Pastorin Katharina Lopéz Acuña, Diakon David Scherger und einigen anderen engagierten BetreuerInnen organisiert wurde. Mitte September ging es für zwei Nächte in das Anne-Frank-Haus in Hambühren/Oldau. Und diesmal waren nicht nur „kirchennahe“ Familien dabei, sondern auch Eltern und Kinder, die bisher eher wenige bis gar keine Berührungspunkte mit kirchlichen Angeboten hatten. David Scherger erklärt: „Diesmal waren auch bedürftige Familien, die Hartz IV, Wohngeld oder ähnliches beanspruchen, angesprochen und das Familienwochenende wurde großzügig von der EAF-Stiftung des Landes und dem Förderverein Lebendige Kirche vor Ort e.V. an der Christuskirche Herzberg gefördert, sodass wirklich alle mitfahren konnten.“ Thematisch ging es diesmal um die Welt des kleinen Prinzen – zu dem fühlten sich alle verbunden durch die Sehnsucht nach Gemeinschaft, das Eingebunden sein und das Gesehen werden. Getreu dem Motto des kleinen Prinzen: „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“ Die Freizeit startete mit einer Speed-Dating-Runde und einer Gute-Nacht-Geschichte mit Gebet und Sternenhimmelprojektion. Am nächsten Tag schlossen sich viele weitere gemeinsame Aktionen an, wie eine Planetenreise, Zeit für eigene Erkundungen und das Basteln von roten Rosen zum Aufklappen. Innen wurde hineingeschrieben, was die Familien insgesamt auszeichnet und auf die Blütenblätter die individuellen Eigenschaften. Dabei gab es spannende Erkenntnisse! Und natürlich wurden an diesem Wochenende fast alle Geschichten aus dem kleinen Prinzen gelesen. Sonntagmorgen folgte der Abschied von ihm mit der Frage: Was möchte ich vom Kleinen Prinzen in Erinnerung behalten? Dazu wurde geschrieben, gestaltet und etwas gemalt. Wer jetzt neugierig geworden ist und bei der nächsten, inzwischen 3. Familienfreizeit, unbedingt dabei sein will, kann sich folgendes Datum vormerken: 29. September bis 3. Oktober 2023. Diesmal geht es in das Ferienparadies Pferdeberg in Duderstadt, eine Auszeit in der Region also. Die genauen Fördermaßnahmen und Konditionen stehen allerdings noch nicht fest. Nähere Infos werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Mareike Spillner

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Berichte

Vom Geben aus vollem Herzen und dem „Licht sein“

Andacht an der Wassertretstelle in Lonau als Beispiel für Sommergottesdienste im Kirchenkreis

Pastorin López Acuňa , Foto: Mareike Spillner

Sommer, Sonne, Sommerferien – und viele Gottesdienste und Andachten im Kirchenkreis Harzer Land, die bei diesem schönen Wetter im Freien stattfinden. Einer davon war am Sonntag der Bergdörfer-Gottesdienst zum Thema „Licht sein“ an der Wassertretstelle im Kirchtal in Lonau. Viele waren der Einladung von Pastorin Katharina López Acuňa gefolgt und hatten sich mit dem Fahrrad oder sogar mit eigens mitgebrachten Stühlen auf den Weg gemacht.

So waren die Holzbänke gut besetzt, als als erstes „Geh‘ aus mein Herz“ erklang und sich der Gemeindegesang zum Zwitschern der Vögel, dem Rauschen des Windes und dem leisen Plätschern des Baches gesellte. Die Lesung zu Psalm 139, in dem es heißt: Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir – passt perfekt zu diesem besonderen Erlebnis mitten in der Natur. Die Predigt der jungen Pastorin drehte sich um Markus, Kapitel 12 und Padre Hurtado aus Chile in Südamerika, der die Armut um sich herum sah und Dienst an den Menschen in Not tat. Er war der Meinung, dass Geben auch immer ein bisschen Schmerz mit sich bringen sollte. „Geben mit vollem Herzen, zum Beispiel durch das Schenken wertvoller Zeit, wie die Feuerwehr Lonau das hier und heute tut. Das geben, was zählt. Sich selbst – zumindest ein bisschen davon. Dann geht manchem ein Licht auf – und er wird zum Licht für andere und trägt eben dieses Licht weiter“, so die Worte von Pastorin Katharina López Acuňa.
Und das Licht, die Sonne, schob sich schließlich auch noch zwischen den hohen Bäumen hindurch, als die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Lonau noch zu Bratwurst und Getränken einluden und alle zu Gesprächen und einem fröhlichen Miteinander zusammenkamen. Und wer wollte, konnte natürlich auch noch das Wassertret-Angebot vor Ort genießen. 
Mareike Spillner

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Aktuelles Allgemein

Goldene Konfirmation

Am 9. Oktober feiern wir die goldene Konfirmation des Jahrgangs 1972. Wir laden die Jubilare und Jubilarinnen herzlich um 10 Uhr zum Festgottesdienst in die Christuskirche Herzberg ein. Nach dem Gottesdienst treffen wir uns zu einem Empfang im Gemeindehaus und anschließendem kleinen Mittagessen. Mit Kaffee und Kuchen wird der Tag ausklingen.

Bitte melden Sie sich bis zum 20. September telefonisch (05521/2706) oder per Mail (e.kienzle@icloud.com) an, damit wir planen können.

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Aktuelles Allgemein

Link für den neuen Gemeindebrief

Hier ist der Link für den neuen Blickpunkt zum Herunterladen:
https://nicolai-herzberg.de/images/blickpunkt/web_blickpunkt3_22.pdf

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Ostern/ Pfingsten

Pfingstsonntag

Am Pfingstsonntag, den 05. Juni findet um 11 Uhr ein Festgottesdienst in Lonau statt, den Pastorin López Acuña hält, an der Orgel spielt Uli Feldmann.

Herzliche Einladung!

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Neue Pastorin in Herzberg

 

Vier Fragen an Katharina López Acuña, die Pastorin im Probedienst, die ab Mai ihren Dienst in Herzberg-Christus und den Kirchengemeinden in Lonau und Sieber beginnen wird.

Katharina López Acuña ist 30 Jahre alt und in Bückeburg in Schaumburg-Lippe aufgewachsen. Nach ihrem FSJ in Chile hat sie ihr Theologie-Studium in Wuppertal an der Kirchlichen Hochschule begonnen und später vier Jahre in Göttingen studiert. „In meiner Freizeit mache ich gerne Musik und habe lange Zeit immer wieder in Chören gesungen. Außerdem habe ich viel Spaß an kreativen Dingen, wie malen und basteln, werkeln oder Handarbeit, und am Tanzen“, sagt die 30-Jährige. 

Was bedeutet Ihnen Ihr Glaube?

Katharina López Acuña: Glaube heißt für mich Vertrauen in Gott und dass Gott es gut mit mir und meinem Leben meint. Ich hoffe auf und glaube an einen Gott, der in seinem innersten Wesenskern Liebe ist und ich glaube, dass wir das an Jesus erkennen können. Dieser Glaube ist einerseits auch immer eine Suche, denn ich muss Fragen und Zweifel aushalten, andererseits ist er aber auch Ankommen und zu Hause sein. Ich möchte Gott vertrauen und glauben, gerade angesichts der schwierigen Fragen im Leben und gerade, wenn der Glaube an Gott nicht logisch erscheint. Aber da bleibt für mich die Hoffnung und das Vertrauen darauf, dass wahr ist, was Jesus gesagt hat: „Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Welt.“ Mt 28,20 – Gott ist mit uns.
Das ist mir unfassbar wichtig, weil es mir Ruhe und die Gelassenheit gibt, dass mein Leben nicht allein in meiner Hand liegt, sondern dass ich im Leben und im Sterben, sogar nach dem Tod gut bei Gott aufgehoben bin, dass Gott mich annimmt, wie ich bin. Und dass ich immer diese Hoffnung habe, dass Gott gerecht ist und er das letzte Wort hat. Das macht etwas mit meinem Leben. Es befreit. Ich versuche seine Liebe, die Menschen verbindet und stark macht, weiterzugeben, seinen Segen zuzusprechen und mit anderen über diesen Glauben zu diskutieren, mich nicht nur um mich selbst zu drehen, sondern Jesus nachzufolgen.

Wann und wie entstand der Wunsch, Pastorin zu werden?

Katharina López Acuña: Vor allem in meiner Jugend hat sich bei mir das Interesse an Fragen zum Glauben geregt. In Schaumburg-Lippe war ich viel in der kirchlichen Jugendarbeit unterwegs und habe bei allen möglichen Dingen mitgemacht: in verschiedenen Jugendgruppen, z.B. in der Gemeinde, bei TenSing vom CVJM, ich war auf Freizeiten und in der Landesjugendkammer. Im Teamerkurs habe ich gelernt, Gruppen zu leiten, Andachten zu halten und mich auf diese Weise ehrenamtlich zu engagieren. Auch wenn ich schon vom Kindergottesdienst an in der Kirche unterwegs war und mir meine Familie viel Gutes für mein Glaubensleben mit auf den Weg gegeben hat, hat sich in dieser Zeit erst so richtig gezeigt, dass ich mehr über den Glauben, die Bibel und Theologie wissen wollte. Außerdem war und ist es mir ein Herzensanliegen, anderen Menschen etwas von diesem Glauben und der christlichen Gemeinschaft, die Menschen tragen und aufbauen kann, erfahrbar zu machen. Die Gemeindearbeit mit den verschiedensten Gruppen macht mir viel Freude: Mit anderen zusammen und mit Gott das Leben zu gestalten und füreinander da sein, da kann man genau das erleben. In meinem FSJ in Chile nach dem Abi habe ich mich dann noch einmal bewusst für diesen Weg entschieden.

Wie möchten Sie Gemeindeleben gestalten?

Katharina López Acuña: Die Gemeinde sollte meiner Meinung nach ein Ort sein, wo alle Menschen sich angenommen und wohl fühlen können. Hier ist der Ort, wo wir zusammen leben, feiern, glauben und uns unterstützen können. Hier ist Platz für Fragen zu Glauben und Leben, für Zweifel, für geteilte Trauer und Freude. Ich weiß, dass es eine Idealvorstellung ist, aber ich kann dieses Bild einer Gemeinschaft nicht loswerden, in der Menschen generations-, milieu- und grenzübergreifend zusammenkommen. Ich möchte Räume für diese Begegnungen eröffnen, mit Altbewährtem und Neuem, damit sich Beziehungen zwischen den Menschen und mit Gott ergeben und stärken können. Dabei ist mir besonders wichtig, dass Menschen gesehen, wertgeschätzt, bestärkt und einbezogen werden. In so einer Beteiligungskirche geht es für mich darum, dass die Mitglieder sich mit ihren Gaben einbringen und ihre eigenen Ideen verwirklichen. Ich glaube, dass es wichtig ist, mündiges Christsein zu leben. Dazu gehört es, den eigenen Glauben zu reflektieren, eine lebendige Beziehung zu Gott zu haben und Verantwortung in der Gesellschaft zu übernehmen. Dazu möchte ich meinen Teil beitragen. Es geht also nicht zuerst darum, wie ich das Gemeindeleben gestalten möchte, sondern wohin die Gemeinde möchte und welche Vision sie für die Gestaltung ihrer Zukunft hat.

Thema Zukunftsprozess: Wie kann „Kirche“ in Zukunft aussehen?

Katharina López Acuña: Ich glaube, dass die Zukunft der Kirche ganz besonders in der Hand der Gemeindemitglieder liegt. Natürlich muss sich die Kirche bestimmten Umstrukturierungsprozessen unterziehen, aber ihr Kern bleibt doch immer der gleiche: Das Evangelium von Jesus Christus. Ich meine, dass diese Botschaft vor allem dann verständlich wird, wenn Menschen sie persönlich kommunizieren und leben, Salz und Licht sind und von der Hoffnung der besten Botschaft der Welt zeugen. Es ist wichtig, dass Christ:innen Auskunft und Zeugnis geben können, dass sie mit dieser Botschaft leben und im Dialog sind. Kirche wird in Zukunft weniger pfarrzentriert sein und sollte das Priestertum aller Gläubigen stärken. Deswegen finde ich einerseits die elementare Erfahrung des Glaubenslebens (z.B. beten, singen, Bibel lesen etc.), andererseits auch Bildung (z.B. in Glaubenskursen, Weiterbildung für Ehrenamtliche) extrem wichtig. Dafür sollte es mehr Mittel, Förderung und Einsatz geben.
Als Kirche brauchen wir in Zukunft noch mehr Alltagsverbundenheit: Da sein, wo die Menschen sind, Themen, die sie bewegen verständlich mit dem Glauben ins Gespräch bringen und im Leben konstant begleiten, immer wieder offen einladen und auch einladend sein und nicht nur so tun. Das Wort „Traditionsaufbruch“ beschreibt ein Merkmal der Kirche der Zukunft ganz gut. Für mich bedeutet es, die Stärke unserer Vergangenheit und Traditionen zu nutzen, zu öffnen und für die Gegenwart und Neues fruchtbar zu machen. Ich glaube, dass viele Menschen einen Hunger und Durst nach spirituellem Leben haben, woran man sehr gut anknüpfen kann. Letzen Endes ist es doch auch mit oder trotz aller menschlicher Anstrengung so: Gott ist es, der mit seinem Geist seine weltweite Kirche baut und darauf vertraue ich. Die Zukunft ist hell und weit.

Die Ordination von Katharina López Acuña findet am Samstag, 7. Mai, um 15 Uhr in der Christuskirche in Herzberg statt. Die Kirchenvorstände der Christusgemeinde in Herzberg, der St. Benedictus Gemeinde in Sieber und der Michaelisgemeinde in Lonau freuen sich schon sehr auf ihre neue Pastorin und laden herzlich zu diesem Festgottesdienst ein. Die Leitung des Gottesdienstes liegt bei der Regionalbischöfin Dr. Adelheid Ruck-Schröder. „Mit einem Sektempfang begrüßen wir im Anschluss Frau Pastorin López Acuña  herzlich als neue Seelsorgerin in unseren drei Kirchengemeinden!“, so die Kirchenvorstände.
Wir bitten um Anmeldung unter https://herzbergerkirhen.church-events.de

Mareike Spillner – Öffentlichkeits-Beauftragte im Kirchenkreis Harzer Land

 

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Ordination Pastorin Katharina López Acuña

 

 

 

 

 

 

 

 

So richtig Grund zur Freude hatten gleich drei Kirchengemeinden und eine junge Pastorin am Samstag (7. Mai 2022) in der Herzberger Christuskirche – und mit ihnen die komplette Festgemeinde. Und das ließ diese lautstark klatschend verlauten, nachdem Katharina López Acuña von Regionalbischöfin Dr. Adelheid Ruck-Schröder feierlich zur Pastorin ordiniert wurde. Katharina López Acuña ist nun die neue Pastorin im verbundenen Pfarramt Christus Herzberg, Michaelis Lonau und Benedictus Sieber. „Und es ist die 3. Ordination, die wir in unserer Christuskirche feiern dürfen“, stellte Kirchenvorstandsvorsitzende Elisabeth Kienzle bei der Begrüßung lächelnd fest.

„Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.“ (2. Timotheus 1,7) – diesen Ordinationsspruch hatte sich die 30-Jährige ausgewählt. Auf diese Wahl mit Bedacht ging die Regionalbischöfin in ihrer Ordinationsansprache ein: „Kraft, Liebe und Besonnenheit – diese drei sind wie Mahnmale in der Welt. Die Kraft des Glaubens möge sie begleiten, ebenso der besonnene Einsatz für ein friedvolles Miteinander. Und als wir uns im Predigerseminar kennenlernten, sagten sie zu mir: ‚Ich sehe das Liebenswerte in den anderen.‘ Eine sehr schöne innere Haltung und beste Voraussetzungen für den Beruf der Pastorin.“ So bat sie Gott für Besonnenheit auf dem weiteren Weg von Katharina López Acuña, in ihrer Familie, im Beruf, in der Kirche und als Pastorin. Bei der feierlichen Ordination assistierten Friederike Lachmann aus dem Kirchenvorstand, Annemarie Dill, Pastorin in Hardegsen sowie ihre Wegbegleiterinnen aus dem FSJ und der Studienzeit, Anna-Maria Kühne und Pastorin Charlotte Behr. Und nachdem Superintendentin Ulrike Schimmelpfeng die Urkunde verlesen hatte und mit den Worten schloss: „Hier ist ihre neue Pastorin!“, ertönte ein Beifall, der gar nicht enden wollte. Mit einem herzlichen Lächeln quittiert von der jungen Pastorin.

Musikalisch wurden Festgottesdienst und Empfang vom Chor „4Elation“ unter der Leitung von André Wenauer, Uli Kohlrusch an der Orgel, Stefan Kienzle am Saxofon und später auch noch von Prof. Dr. Dieter von Borstel am Banjo untermalt. Im Anschluss gab es bei einem Sektempfang mit Grußworten, Kaffee, Kuchen und Suppe  ̶  zunächst im Garten, und schließlich schauerbedingt in der Kirche, ein wirklich herzliches Willkommen, einige Grußworte und viele erste Gespräche mit der neuen Pastorin. Katharina López Acuña erklärte dabei, dass sie in der Stellenausschreibung des verbundenen Pfarramtes vor etwa einem Jahr gleich der Satz „Wir sind eine lebendige Gemeinde“ gecatcht hätte. „Ich freue mich einfach von Herzen, zusammen mit meinem Mann Leonardo hier zu sein.“ So ein großes Gemeindefest wie am Samstag zu ihrer Ordination gab es pandemiebedingt mehr als zwei Jahre nicht mehr in der Christuskirche. Besser hätte das Timing der Pastorin im Probedienst also nicht sein können, die sogleich kommentierte: „Ich danke ihnen, dass sie uns gleich mit so ehrlichem Interesse und voller Herzlichkeit begrüßt haben. Ich freue mich sehr, ihre Pastorin zu sein.“

Info:
Katharina López Acuña ist in Bückeburg aufgewachsen. Nach dem Abitur absolvierte sie über das Ev.-luth. Missionswerk (ELM) ein Freiwilliges Soziales Jahr in Chile, wo sie auch ihren jetzigen Mann kennenlernte. Ab 2012 studierte Katharina López Acuña Evangelische Theologie in Wuppertal und Göttingen. Ihr Vikariat, die dreijährige Ausbildung zur Pastorin, absolvierte sie in der Kirchengemeinde Seggebruch (Landeskirche Schaumburg-Lippe). Nun ist sie Pastorin im Probedienst in Herzberg, Lonau und Sieber und bewohnt gemeinsam mit ihrem Mann Leonardo López Acuña das Pfarrhaus neben der Christuskirche in Herzberg.

Mareike Spillner
Fotos: Elisabeth Kienzle