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Familienfreizeit 2022 in OLdau

„Raus aus dem Alltag – und gleich mittendrin in einer großen Gemeinschaft“
Familienfreizeit im Kirchenkreis Harzer Land führte in die Welt des kleinen Prinzen

„Raus aus dem Trott und rein in die Welt des kleinen Prinzen – und das in bunter Runde“ oder auch „Eine Auszeit vom Alltag – und gleich mittendrin in einer großen Gemeinschaft!“ – was für ein schönes Feedback für die Familienfreizeit im Kirchenkreis Harzer Land, die von Pastorin Katharina Lopéz Acuña, Diakon David Scherger und einigen anderen engagierten BetreuerInnen organisiert wurde. Mitte September ging es für zwei Nächte in das Anne-Frank-Haus in Hambühren/Oldau. Und diesmal waren nicht nur „kirchennahe“ Familien dabei, sondern auch Eltern und Kinder, die bisher eher wenige bis gar keine Berührungspunkte mit kirchlichen Angeboten hatten. David Scherger erklärt: „Diesmal waren auch bedürftige Familien, die Hartz IV, Wohngeld oder ähnliches beanspruchen, angesprochen und das Familienwochenende wurde großzügig von der EAF-Stiftung des Landes und dem Förderverein Lebendige Kirche vor Ort e.V. an der Christuskirche Herzberg gefördert, sodass wirklich alle mitfahren konnten.“ Thematisch ging es diesmal um die Welt des kleinen Prinzen – zu dem fühlten sich alle verbunden durch die Sehnsucht nach Gemeinschaft, das Eingebunden sein und das Gesehen werden. Getreu dem Motto des kleinen Prinzen: „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“ Die Freizeit startete mit einer Speed-Dating-Runde und einer Gute-Nacht-Geschichte mit Gebet und Sternenhimmelprojektion. Am nächsten Tag schlossen sich viele weitere gemeinsame Aktionen an, wie eine Planetenreise, Zeit für eigene Erkundungen und das Basteln von roten Rosen zum Aufklappen. Innen wurde hineingeschrieben, was die Familien insgesamt auszeichnet und auf die Blütenblätter die individuellen Eigenschaften. Dabei gab es spannende Erkenntnisse! Und natürlich wurden an diesem Wochenende fast alle Geschichten aus dem kleinen Prinzen gelesen. Sonntagmorgen folgte der Abschied von ihm mit der Frage: Was möchte ich vom Kleinen Prinzen in Erinnerung behalten? Dazu wurde geschrieben, gestaltet und etwas gemalt. Wer jetzt neugierig geworden ist und bei der nächsten, inzwischen 3. Familienfreizeit, unbedingt dabei sein will, kann sich folgendes Datum vormerken: 29. September bis 3. Oktober 2023. Diesmal geht es in das Ferienparadies Pferdeberg in Duderstadt, eine Auszeit in der Region also. Die genauen Fördermaßnahmen und Konditionen stehen allerdings noch nicht fest. Nähere Infos werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Mareike Spillner

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Vom Geben aus vollem Herzen und dem „Licht sein“

Andacht an der Wassertretstelle in Lonau als Beispiel für Sommergottesdienste im Kirchenkreis

Pastorin López Acuňa , Foto: Mareike Spillner

Sommer, Sonne, Sommerferien – und viele Gottesdienste und Andachten im Kirchenkreis Harzer Land, die bei diesem schönen Wetter im Freien stattfinden. Einer davon war am Sonntag der Bergdörfer-Gottesdienst zum Thema „Licht sein“ an der Wassertretstelle im Kirchtal in Lonau. Viele waren der Einladung von Pastorin Katharina López Acuňa gefolgt und hatten sich mit dem Fahrrad oder sogar mit eigens mitgebrachten Stühlen auf den Weg gemacht.

So waren die Holzbänke gut besetzt, als als erstes „Geh‘ aus mein Herz“ erklang und sich der Gemeindegesang zum Zwitschern der Vögel, dem Rauschen des Windes und dem leisen Plätschern des Baches gesellte. Die Lesung zu Psalm 139, in dem es heißt: Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir – passt perfekt zu diesem besonderen Erlebnis mitten in der Natur. Die Predigt der jungen Pastorin drehte sich um Markus, Kapitel 12 und Padre Hurtado aus Chile in Südamerika, der die Armut um sich herum sah und Dienst an den Menschen in Not tat. Er war der Meinung, dass Geben auch immer ein bisschen Schmerz mit sich bringen sollte. „Geben mit vollem Herzen, zum Beispiel durch das Schenken wertvoller Zeit, wie die Feuerwehr Lonau das hier und heute tut. Das geben, was zählt. Sich selbst – zumindest ein bisschen davon. Dann geht manchem ein Licht auf – und er wird zum Licht für andere und trägt eben dieses Licht weiter“, so die Worte von Pastorin Katharina López Acuňa.
Und das Licht, die Sonne, schob sich schließlich auch noch zwischen den hohen Bäumen hindurch, als die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Lonau noch zu Bratwurst und Getränken einluden und alle zu Gesprächen und einem fröhlichen Miteinander zusammenkamen. Und wer wollte, konnte natürlich auch noch das Wassertret-Angebot vor Ort genießen. 
Mareike Spillner

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Ordination Pastorin Katharina López Acuña

 

 

 

 

 

 

 

 

So richtig Grund zur Freude hatten gleich drei Kirchengemeinden und eine junge Pastorin am Samstag (7. Mai 2022) in der Herzberger Christuskirche – und mit ihnen die komplette Festgemeinde. Und das ließ diese lautstark klatschend verlauten, nachdem Katharina López Acuña von Regionalbischöfin Dr. Adelheid Ruck-Schröder feierlich zur Pastorin ordiniert wurde. Katharina López Acuña ist nun die neue Pastorin im verbundenen Pfarramt Christus Herzberg, Michaelis Lonau und Benedictus Sieber. „Und es ist die 3. Ordination, die wir in unserer Christuskirche feiern dürfen“, stellte Kirchenvorstandsvorsitzende Elisabeth Kienzle bei der Begrüßung lächelnd fest.

„Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.“ (2. Timotheus 1,7) – diesen Ordinationsspruch hatte sich die 30-Jährige ausgewählt. Auf diese Wahl mit Bedacht ging die Regionalbischöfin in ihrer Ordinationsansprache ein: „Kraft, Liebe und Besonnenheit – diese drei sind wie Mahnmale in der Welt. Die Kraft des Glaubens möge sie begleiten, ebenso der besonnene Einsatz für ein friedvolles Miteinander. Und als wir uns im Predigerseminar kennenlernten, sagten sie zu mir: ‚Ich sehe das Liebenswerte in den anderen.‘ Eine sehr schöne innere Haltung und beste Voraussetzungen für den Beruf der Pastorin.“ So bat sie Gott für Besonnenheit auf dem weiteren Weg von Katharina López Acuña, in ihrer Familie, im Beruf, in der Kirche und als Pastorin. Bei der feierlichen Ordination assistierten Friederike Lachmann aus dem Kirchenvorstand, Annemarie Dill, Pastorin in Hardegsen sowie ihre Wegbegleiterinnen aus dem FSJ und der Studienzeit, Anna-Maria Kühne und Pastorin Charlotte Behr. Und nachdem Superintendentin Ulrike Schimmelpfeng die Urkunde verlesen hatte und mit den Worten schloss: „Hier ist ihre neue Pastorin!“, ertönte ein Beifall, der gar nicht enden wollte. Mit einem herzlichen Lächeln quittiert von der jungen Pastorin.

Musikalisch wurden Festgottesdienst und Empfang vom Chor „4Elation“ unter der Leitung von André Wenauer, Uli Kohlrusch an der Orgel, Stefan Kienzle am Saxofon und später auch noch von Prof. Dr. Dieter von Borstel am Banjo untermalt. Im Anschluss gab es bei einem Sektempfang mit Grußworten, Kaffee, Kuchen und Suppe  ̶  zunächst im Garten, und schließlich schauerbedingt in der Kirche, ein wirklich herzliches Willkommen, einige Grußworte und viele erste Gespräche mit der neuen Pastorin. Katharina López Acuña erklärte dabei, dass sie in der Stellenausschreibung des verbundenen Pfarramtes vor etwa einem Jahr gleich der Satz „Wir sind eine lebendige Gemeinde“ gecatcht hätte. „Ich freue mich einfach von Herzen, zusammen mit meinem Mann Leonardo hier zu sein.“ So ein großes Gemeindefest wie am Samstag zu ihrer Ordination gab es pandemiebedingt mehr als zwei Jahre nicht mehr in der Christuskirche. Besser hätte das Timing der Pastorin im Probedienst also nicht sein können, die sogleich kommentierte: „Ich danke ihnen, dass sie uns gleich mit so ehrlichem Interesse und voller Herzlichkeit begrüßt haben. Ich freue mich sehr, ihre Pastorin zu sein.“

Info:
Katharina López Acuña ist in Bückeburg aufgewachsen. Nach dem Abitur absolvierte sie über das Ev.-luth. Missionswerk (ELM) ein Freiwilliges Soziales Jahr in Chile, wo sie auch ihren jetzigen Mann kennenlernte. Ab 2012 studierte Katharina López Acuña Evangelische Theologie in Wuppertal und Göttingen. Ihr Vikariat, die dreijährige Ausbildung zur Pastorin, absolvierte sie in der Kirchengemeinde Seggebruch (Landeskirche Schaumburg-Lippe). Nun ist sie Pastorin im Probedienst in Herzberg, Lonau und Sieber und bewohnt gemeinsam mit ihrem Mann Leonardo López Acuña das Pfarrhaus neben der Christuskirche in Herzberg.

Mareike Spillner
Fotos: Elisabeth Kienzle

 
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Online Angebot

Unser online-Angebot auf Facebook: Kirchen in Herzberg und auf YouTube: Kanal Kirchen in Herzberg Button mit den 4 Kirchen anklicken, dann kommt man zu den Andachten.

 

Mit viel Liebe hat André Wenauer für den Schlagergottesdienst am 05. Juli Videos für den Facebook- und YouTube-Kanal zusammengestellt. Die Chormitglieder haben sich für die Stücke ‚Westerland‘ und ‚Geh aus mein Herz…‘ selber gefilmt und separat den Gesang aufgenommen und André zugeschickt, dann begann die Puzzle-Arbeit. Zu sehen sind die Videos auf den beiden Kanälen unter ‚Schlagergottesdienst‘.

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Aschermittwoch – ein evangelischer Feiertag?

Seit einigen Jahren wird in der Christuskirche an Aschermittwoch ein gemeinsamer Gottesdienst für unsere Gemeinden gefeiert. In der Katholischen Kirche ist der Aschermittwoch ein wichtiger Feiertag und im Zentrum des Gottesdienstes steht seit Jahrhunderten die Bezeichnung mit dem Aschekreuz. In den evangelischen Aschermittwochs-Gottesdiensten wird dieser Brauch in den letzten Jahren neu entdeckt, in der Christuskirche haben wir ihn im letzten Jahr zum ersten Mal durchgeführt. Er ist aber auch im neuen evangelischen Gottesdienstbuch ausdrücklich vorgesehen.
Aber was passiert da eigentlich, wenn Menschen sich mit einem Aschekreuz bezeichnen lassen?
In der Bibel ist die Asche einerseits ein Symbol für die Vergänglichkeit des Lebens, bekannt ist die Formulierung, die daraus entstanden ist: „Erde zur Erde, Asche zu Asche, Staub zum Staube“. Darüber hinaus ist die Asche aber auch das Symbol für diejenigen, die vor Gott ihre Sünden bekennen. Sie gingen in Sack und Asche, so heißt es etwa über die Einwohner von Ninive, nachdem der Prophet Jona ihnen das Strafgericht Gottes angekündigt hatte.
Man könnte sagen: Die Asche ist das Gegenstück zu Glanz und Gloria. Indem wir uns mit dem Aschekreuz bezeichnen lassen, gestehen wir ein, dass wir nicht nur eine Schokoladenseite haben. Das Gute ist: Wenn man selbst bereit ist, diese unangenehme Wahrheit zu akzeptieren, wenn man also neben der Schokoladenseite auch die Aschenseite freiwillig und selbstbestimmt in den Blick nimmt, dann bekommt der Aschermittwoch etwas Souveränes, etwas Befreiendes. Wir lassen uns berühren, nicht nur von der Asche, sondern letztlich von Gottes Güte, die unser Leben heil macht.
Der Aschermittwoch ähnelt damit in seinem Charakter dem Buß- und Bettag, nur mit dem Unterschied, dass er die 40-tägige Passionszeit vor Ostern einläutet. Die Vorbereitung auf das Osterfest beginnt damit, dass wir in aller Freiheit und Ehrlichkeit zu unserer Aschenseite stehen und uns von Gottes Güte berühren lassen.
Grundsätzlich stelle ich fest: Alles, was im Gottesdienst für Bewegung sorgt, und alle Elemente, bei denen es etwas zu spüren, zu schmecken und zu sehen gibt (und nicht nur zu hören), das bleibt in besonderer Weise hängen und wirkt nach und sorgt ganz nebenbei dafür, dass auch das Hören wieder leichter fällt.
Ich freue mich auf den Gottesdienst an Aschermittwoch, den 26. Februar um 19 Uhr und lade Sie herzlich ein, dabei zu sein. Unser Kreiskantor Jörg Ehrenfeuchter wird wieder die Orgel spielen, so verspricht dieser Gottesdienst auch musikalisch ein besonderes Erlebnis zu werden.